13. Knopfabstände auf der Harmonika

Geposted von Carl Hartmuth am

 Wer auf mehreren Harmonikas verschiedener Hersteller spielt hat möglicherweise auch schon die Erfahrung gemacht, dass man sich besonders bei Basssprüngen schnell vergreift und es auf der aktuellen Harmonika eine gewisse Einspielzeit ("Kalibrierzeit") benötigt. Auch ich mit meinen drei Harmonikas machte diese Erfahrung. Der Grund ist, dass die genaue Größe und Abstände der Knöpfe nicht genormt sind und deren Ausführungen dem Hersteller überlassen bleiben. Auf Harmonikas mit 50 Knöpfen auf der Diskantseite und 21/23 auf der Bassseite sind die Abstände meistens etwas geringer, da sich die Gesamtgröße der Harmonika nicht ändert und der Hersteller das gesamte Gestänge auf noch engerem Raum unterbringen muss. Wenn man nur auf benachbarte Knöpfe greift, merkt man das nicht. Aber bei größeren Abständen, insbesondere bei Basssprüngen, Übergangsbässe etc. wirken sich geänderte Abstände schnell aus.  Ein unterschiedlicher Mittenabstand zum Beispiel 2 mm zwischen zwei Knöpfen beträgt bei einem Sprung über fünf Knöpfe bereits 10 mm. Hier vergreift man sich garantiert, wenn man andere Abstände gewohnt ist. 

Was kann man dagegen tun?

Im Grunde wenig, außer sich möglichst auf eine Harmonika zu beschränken, Musiklehrern ist dies aber kaum möglich, da er sich hier nach seine Schülern, bzw. deren Harmonika richten muss. 

Eine Möglichkeit besteht darin, beim Erwerb einer neuen Harmonika, das Thema Knopfabstände mit dem Hersteller abzuklären und dazu die bisher gewohnte Harmonika mitzunehmen. 

Die beste Lösung wäre natürlich, wenn sich die Harmonikahersteller auf bestimmte Größen, Formen (Oberflächen) und Abstände der Knöpfe einigen würden. 


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