2. Fragen von Harmonikaspielern

Geposted von Carl Hartmuth am

In diesem Blog gehe ich auf Fragen von Lesern ein, die in ähnlicher Weise mehrmals an mich gerichtet wurden. 

Ihr umfangreicher Harmonika-Leitfaden wendet sich ja an fortgeschrittene Spieler. Welches Lehrwerk empfehlen Sie aber für Anfänger? Ich spiele Klavier und etwas Akkordeon und möchte jetzt die Steirische lernen. Muss ich ganz von vorne beginnen?

Ein Grundlagen-Lehrwerk ist in erster Linie unterstützendes Material für
Lehrer. Anfänger sollen sich vielmehr die Frage stellen, "welcher ist
der für mich bestmögliche und erreichbare Lehrer"?  Ein qualifizierter
und erfahrener Lehrer wird das für seine Schüler und seiner Arbeitsweise
optimale Konzept entwickeln und das dafür geeignete Lehrmaterial
verwenden. Wenn man etwas Neues beginnt, beginnt auch der Weg von vorne.
Der richtige Zugang zum Instrument und seine korrekte Spielweise sind
anfangs sehr wichtig. Ein erfahrener Lehrer ermittelt und unterstützt
das optimale Lernverhalten seines Schülers und macht alles vor, was er
vermittelt. Diese Dinge kann ein Lehrwerk nicht vermitteln. Ein Buch
weiß nicht, von wem es gelesen wird. Anfangs werden die Fehler gemacht,
die später nur mehr schwer zu korrigieren sind. Daher meine
ausdrückliche Empfehlung: Gehen Sie gerade als Anfänger zum besten
Lehrer, den sie finden können und vertrauen Sie seiner Empfehlung für
geeignete Lernliteratur. Er wird mit zunehmendem Fortschritt auch Ihre
Interessen und Neigungen berücksichtigen und hierzu eigenes Material
erstellen oder verschiedene Verlagsprodukte verwenden. Meine Empfehlung
stütze ich auf meine Seminarerfahrungen mit fortgeschrittenen Spielern.
Die Ursachen derer Schwierigkeiten sind oft in den Anfängen zu finden.
Akkordeon- und Harmonikaspielern ist die Verwendung des Balges zur
Tonerzeugung durch einen Luftstrom gemeinsam. Darüber hinaus sind die
Unterschiede allerdings groß. Das betrifft auch das Lesen und Umsetzen
der Griffschrift. Beginnen Sie daher als „Anfänger“ auf der Harmonika.
Ihre bisherigen musikalische Erfahrungen werden natürlich mit einfließen
und den Lernprozess beschleunigen.
 
Welchen Weg empfehlen Sie, die Harmonika zu lernen? Machen
Gruppenseminare Sinn oder ist ein Einzelunterricht besser geeignet?

Für Anfänger empfehle ich ausdrücklich regelmäßigen Einzelunterricht.
Nicht immer ist er aus verschiedenen Gründen möglich. Eine Alternative
sind auch Intensivtage oder -Wochenenden – aber immer noch als
Einzelunterricht. So wie ich sie schon viele Jahre anbiete. Für
fortgeschrittene Spiele sind Gruppenseminare, wie sie an vielen Orten
angeboten werden natürlich eine sinnvolle Bereicherung. Man lernt und
übt dort das Zusammenspiel mit anderen, lernt etwas Neues kennen und
nicht zuletzt findet ein Austausch mit Gleichgesinnten statt.
An manchen Orten in der Alpenregion kann man das auch mit einem
Kurzurlaub verbinden. Fortgeschrittenen Spielern empfehle ich, alle 1-2 Jahre ein solches Seminar zu besuchen, um am „Ball“ zu bleiben.  
 
Was halten Sie von Video-Lernmaterial und Online-Schulungen? Sind sie eine Alternative für eine Harmonika-Ausbildung? In meiner Gegend finde ich keinen Harmonikalehrer. Gibt es Seminare für Anfänger auf der Harmonika?

Video-Filme und andere Lernhilfen können eine nützliche Ergänzung für
fortgeschrittene Spieler sein. Für Anfänger empfehle ich sie nicht, da
die Kontrolle durch den Lehrer dabei nicht möglich ist. Selbst hat man
nicht den Blick von außen und die nötige Erfahrung, sich selbst zu
korrigieren. Ich hatte mehrere Seminarteilnehmer, die ihre Harmonika mit Hilfe von Video-und Online-Schulen erlernten. Bei vielen musste ich elementare Dinge korrigieren. Das ist nicht einfach, wenn man sich falsche Spielweisen bereits eingeübt hat. Zum einfachen Vergleich: Versuchen Sie einmal, sich selbst die Haare zu schneiden...
Die Grundausbildung sollten Sie unbedingt bei einem Lehrer machen, um
verhängnisvolle Anfängerfehler zu vermeiden. Der Unterricht beginnt
schon damit, wie man das Instrument in die Hand nimmt, die Riemen einstellt und umschnallt, die Hände auf die Griffbretter legt und welche Sitzposition man einnimmt. Bereits daran erkenne ich, ob z.B. ein Seminarteilnehmer einen kompetenten Unterricht erfahren hat. Wenn es in ihrer Region keinen Harmonikalehrer gibt, sind mehrtägige Seminare eine mögliche Alternative. Es gibt sie bei verschiedenen Schulen und Lehrern. Ich empfehle zunächst Einzelseminare über maximal 3 Tage. Anfänger sind sonst leicht überfordert. Zumindest sollen solche Seminare Einzelunterricht mit beinhalten, wenn es sich um Gruppenseminare handelt, damit eine genaue persönliche Kontrolle durch den Lehrer möglich ist. Darauf aufbauend sind Video-Lernmaterial und Online-Schulungen durchaus sinnvoll.
 
Wie lange dauert eine Harmonikaausbildung? Muss man zuerst Noten lesen lernen, um auf dem Instrument spielen zu können? Kann man die Harmonika wirklich in einigen Wochen erlernen? Ich bin über 60 Jahre alt, mittlerweile Rentner und möchte die Harmonika gerne spielen. Ist das in meinem Alter noch möglich?
 
Wenn Sie keine musikalische Vorbildung haben und bei einem erfahrenen Musiklehrer beginnen, können Sie nach 3-4 Wochen einfache Lieder spielen. Das Erlernen des Instrumentes und Lesen von Noten (in der Regel nach Griffschrift) gehen parallel einher. Dann stellt sich die Frage, was Sie erreichen wollen. Eine Ausbildung ist im Grunde nie abgeschlossen. Auch erfahrene Spieler lernen stetig dazu. Für eine
fundierte Grundausbildung kann man wie für viele andere Instrumente die Faustregel von 3 Jahren ansetzen. Zu berücksichtigen ist dabei auch Ihr Überfleiß. Ausbildung macht etwa ein Drittel der Zeit aus. Der Rest hängt von der Regelmäßigkeit und Intensität Ihres Übens ab. Tägliches Üben über eine halbe Stunde wäre ideal. Für Berufstätige ist das so aber selten möglich. Auch die körperliche Koordination, d.h. beide Hände und deren Finger unabhängig voneinander bewegen zu können, spielen dabei eine große Rolle. Wenn diese Hürde genommen ist, geht es meistens zügig voran. Wer schon andere Instrumente spielt, die eine beidhändige Koordination erfordern, ist hier natürlich im Vorteil. Hinzu kommt die Erfahrung Ihres Musiklehrers und seinen Fähigkeiten, genau auf Sie einzugehen, Sie an der richtigen Stelle zu fordern und natürlich auch zu fördern. Ich würde nie behaupten, die Harmonika wäre leicht oder kinderleicht zu erlernen. Im Vergleich zu anderen Instrumenten bestehen hier jedoch Vorteile. Ein Pluspunkt der Harmonika ist, dass die Tonerzeugung über die Knopf- und Balgbewegungen des Spielers stattfinden. Bei Blas- und Streichinstrumenten muss der Spieler die Töne durch seinen Körpereinsatz erzeugen, was am Anfang nicht einfach ist. Bis ein Trompeter einen sicheren Tonansatz hat und einen formschönen Ton blasen kann, kann es 3 Jahre dauern. Ein Geiger benötigt etwa 4 Jahre, damit seine gespielten Töne auch wirklich nach Geige klingen. Mit zunehmendem Daher eignet sich die Harmonika besonders für ältere Menschen, um ein Musikinstrument zu erlernen. Mein ältester Schüler, der darauf begonnen hat, war 82 Jahre alt.
 
Ich spiele schon viele Jahre Akkordeon und auch in einem
Akkordeonorchester. Die Steirische Harmonika zusätzlich zu erlernen, sollte doch daher einfach sein, oder?
 
Die kurze Antwort auf Ihre Frage lautet: NEIN!
Gemeinsam haben diese Instrumente, dass es sich um Handzuginstrumente
handelt und dass ein Balg bewegt werden muss. Gemeinsam ist noch die
unabhängige Spielweise beider Hände. Dann scheiden sich die Geister.
Der Tonaufbau eines chromatischen Akkordeons und einer diatonischen
Steirischen Harmonika ist auf der Diskant- und Bassseite völlig
unterschiedlich. Zudem ist die „Steirische“ wechseltönig. D.h. auf Druck
und Zugspiel des Balkens klingen mit einigen Ausnahmen 
verschiedene Töne und Akkorde. Das Akkordeon wird nach der normalen Notenschrift, bzw. der Klangschrift gespielt, die Steirische dagegen nach Griffschrift. Nach meiner Beobachtung gibt es nicht viele Musiker,die beide Instrumente gut spielen können. Das ist der Tatsache
geschuldet, dass es sich doch um sehr verschiedene Instrumente mit ihren Vor- und Nachteilen handelt, die beide erlernt und geübt werden wollen. Ich hatte einige Akkordeonspieler als Schüler auf der Steirischen und umgekehrt. Das ist für den Lehrer eine Herkulesarbeit! Mir sind unter Umständen völlige Anfänger lieber, weil sie nicht ständig versuchen, mit der Akkordeonspielweise irgendwie auf der Steirischen zurecht zu kommen. Umgekehrt gilt es genauso. Gleiches gilt für das Lesen der Griffschrift. Hier gilt die Empfehlung einen Lehrer zu suchen, der beide Instrumente kennt und daher weiß, wie er mit solchen Schülern umgehen muss.

Gerade wenn man schon andere Instrumente spielt und die Klangschrift (normale Notenschrift) schon kennt, ist ein erfahrener Lehrer wichtig, um den bestmöglichen Zugang zum neuen Instrument zu erhalten. Denn erfahrene Musiker versuchen, eine Kombination zu ihrem bekannten Wissen herzustellen, was aber aufgrund zum Teil sehr unterschiedlichen Konzepten nicht einfach ist. 
 
Ich habe zwei Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren. Selbst spiele ich
Klavier, Akkordeon und Harmonika und möchte, dass meine Kinder auch ein Instrument erlernen. Wann sollen sie damit beginnen und wie bereite ich sie darauf am besten vor?
 
Grundsätzlich empfehle ich Kindern in diesem Alter, eine musikalische
Früherziehung zu besuchen, sofern dies in ihrer Region möglich ist. Dort
werden sie spielerisch an die Musik herangeführt, machen erste Ton- und
rhythmische Übungen, lernen Noten kennen und auch verschiedene
Instrumente sowie deren Spielweise und damit verbundenen
Voraussetzungen. Auch die Möglichkeit, ein Instrument zu erlernen, d.h.
vorhandene Musikschulen/Musiklehrer und eventuell bereits vorhandene
Instrumente sind ein wichtiges Kriterium. Daraus ergibt sich meistens
die Entscheidung für ein Instrument.
Was aber für jeden Lernprozess wichtig ist, ist genügend Bewegung. Nicht
nur wegen der körperlichen Koordination, sondern auch für die
Entwicklung des Gehirns und Nervensystems ist Bewegung sehr wichtig. Die meisten Kinder leiden heute unter Bewegungsarmut. Das beginnt schon im Krabbelalter. Kleinkinder, die sich vorwiegend in einem Laufstall bewegen, entwickeln ein laterales Bewegungsmuster. Das heißt, linke Hand und linkes Bein sowie rechte Hand und rechtes Bein bewegen sich einseitig zusammen und nicht über Kreuz. Dadurch wird auch ein einseitiges, sehr abstraktes und stressförderndes Denken gefördert. Das logische und sachliche sowie kreatives Denken und Handeln finden so nicht zueinander, einfach ausgedrückt. Dazu gehört auch typgerechtes Atmen, das sich mit genügend Bewegung normalerweise von selbst entwickelt. Bei vielen Musikern sehe ich „falsches“ Atmen. Das gilt nicht nur für Blasmusiker, sondern für jedes Instrument. Also sorgen Sie dafür, dass ihre Kinder sich täglich, am besten in frischer Luft bewegen und bewegungsreiche Spiele ausführen. Für viele Instrumente wie Harmonika und Akkordeon ist auch eine gewisse Körpergröße erforderlich um das Instrument halten und bedienen zu können. 

Ich spiele in einer Harmonikagruppe mit 4 weiteren Spielern. Obwohl wir nach den gleichen Noten spielen, klingt es beim Zusammenspiel an vielen Stellen oft falsch. Wenn jeder alleine spielt, stimmt es aber. Woran kann das liegen? 

Hierfür gibt es mehrere Fehlermöglichkeiten. Hierzu einige Fragen, die Sie zunächst abklären sollten:

1. Haben alle Harmonikas der Gruppe die gleiche Stimmung? 

2. Die Knopfbelegung (z.B. nach Michlbauer oder Schaborak) muss nicht identisch sein, aber die notierten Töne müssen klingen.  . 

3. Kennen alle Spieler die Knopfbelegung ihres Instrumentes wirklich? Im Zweifelsfall kann man das mit einem einfachen Stimmgerät (oder App auf dem Handy) überprüfen. 

4. Klingt es nur auf der rechten Diskantseite, der linken Begleitseite oder beiden Seiten falsch? Dies am besten durch Zusammenspiel von immer 2 Spielern prüfen und die anderen hören zu. 

Weitere Anregungen:

a) Wenn alle Harmonikas zusammen dasselbe spielen, klingt das musikalisch nicht interessant. In einer Gruppe hat jede Harmonika eine bestimmte Aufgabe, bzw. Stimme, wie in einer Bläser- oder Streichergruppe.   

b) Das Spielen einer 2. oder 3. Stimme und einer alleinigen Begleitung ist für Gruppen-Anfänger nicht einfach. Das muss geübt werden!

c) Dennoch soll auch ein Spieler der 2., 3. Stimme oder der Begleitung die Melodiestimme ebenfalls üben, um sie gut ins Ohr zu bekommen. 

d) Die Begleitung soll nur von einer Harmonika gespielt werden, die sich in der Mitte der Gruppe befindet, damit sie von allen Spielern gehört wird. Der Begleitspieler gibt den Einsatz und bestimmt das Tempo. Er muss den anderen Spielern eine Sicherheit geben. 

e) Das eigene Spielen muss immer zusammen mit den anderen Spielern gehört werden, was anfangs nicht leicht ist. 

f) Anfangs möglichst einfache ausgeschriebene Griffschriftnoten für Harmonikaensembles oder zumindest für 2 Harmonikas verwenden, die es bei verschiedenen Verlagen gibt.

g) Ähnlich ist es beim Zusammenspiel mit anderen Instrumenten wie Gitarre, Geige, Hackbrett, Harfe, Blasinstrumente, etc.  

h) Vor dem gemeinsamen Üben soll jeder Stimme seine eigene Stimme gut spielen können. 

 h) Üben, proben, üben! Das Zusammenspielen muss genauso geübt und geprobt werden, wie das Erlernen des Instrumentes. Am besten mindestens alle 2 Wochen gemeinsam proben. Zwischendurch können sich auch  2 Spieler treffen, um ihre Stimmen gemeinsam zu üben. So lernt man am besten, auf andere Spieler zu hören. . 

i) Gemeinsames Proben ist konzentrierte Arbeit über ca. 60-90 Minuten. Der gesellige Teil folgt im Anschluss!

Viele weitere Anregungen zum Zusammenspielen finden Sie in meinem Leitfaden. 

Ich habe im Internet eine gebrauchte Harmonika erworben. Leider stellte sich heraus, dass einige Mängel vorhanden sind. Der Verkäufer behauptet, dass diese Mängel bei ihm nicht vorhanden waren. Was kann ich tun? (Text verkürzt) 
 
Wenn Sie das Instrument privat erworben haben, sind ihre rechtlichen Chancen leider schlecht. Außer, sie können es beweisen, dass Ihnen entgegen ihres Wissens ein fehlerhaftes Produkt verkauft wurde. Wenn Se es bei einem Händler mit ordnungsgemäßer Rechnung erworben haben, steht dieser in gesetzlicher Gewährleistungspflicht. Grundsätzlich gilt: Kein Kauf eines Musikinstrumentes, ohne es zuvor gesehen und gespielt zu haben. In vielen Fällen können Sie eine Anzahlung und mögliche Rückgabe innerhalb einer Frist vereinbaren. Und wenn Sie noch keine Erfahrungen mit dem Instrument haben, lassen Sie sich von einem erfahrenen Spieler oder Lehrer helfen. Ein Rechtsstreit wäre hinsichtlich Erfolgsaussichten zu prüfen, kann aber teurer werden als es der Streitwert ist und sich über Jahre hinziehen. Oft ist es teures Lehrgeld das sie abschreiben können. Meine Empfehlung ist: Gehen Sie grundsätzlich zu einem Fachhändler oder Hersteller, der auch einen Reparaturservice anbietet. Dies gilt auch für Nachrüstungen wie dem Einbau von Mikrofonen und/oder Ausstattung mit einem MIDI-System sowie dem Erwerb von weiterem Equipment.

Ich spiele über 20 Jahre Harmonika, war in mehreren Gruppen aktiv und leite eine Volksmusikgruppe. Ich möchte gerne Harmonikaunterricht erteilen. Welchen Rat geben Sie mir? (Text gekürzt) 

Es gibt viele gute und erfahrene Musiker, die das Bestreben haben, auch Unterricht zu erteilen und sich so vermeintlich leicht etwas dazuverdienen zu können. Man muss sich zunächst darüber im Klaren sein, dass das Unterrichten eine völlig andere Tätigkeit ist, als das Musizieren vor Publikum und daher auch andere Anforderungen damit verbunden sind. Mit dem Durcharbeiten von Spielheften ist es nicht getan. Diese nützten zum Beispiel wenig, wenn eine Schüler einen völlig anderen Lernzugang hat, den man zunächst ermitteln muss. Auch können die geeigneten Vermittlungsmethoden und HiIfsmittel bei jedem Schüler und jeder Phase sehr unterschiedlich sein. Viele Anfänger als Lehrer geben ihre Lehrertätigkeit schnell wieder auf, wenn sich unerwartete Schwierigkeiten zeigen. Man soll also für diese Tätigkeit ebenfalls ausgebildet und vorbereitet sein. Man braucht kein umfassendes Hochschulstudium absolvieren, aber ohne eine gewisse Ausbildung geht es nicht. Man kann diese auch auf einigen einschlägigen Seminaren erwerben. Um einen Einblick zu bekommen, was das Unterrichten in der Musik bedeutet und worauf man sich vorbereiten und einstellen soll, empfehle ich mein umfassendes Buch "Die Kunst der Musikausbildung". 

Ausführliiche Rezension siehe hier: https://blasmusikblog.com/ueber-das-buch-die-kunst-der-musikausbildung/

Ganz gleich, welche Stücke auf meiner Harmonika (G-C-F-B) spiele, einige Knöpfe auf beiden Seiten klingen für meine Ohren falsch. Ich spiele daher andere Knöpfe, die nach Gehör passen. Diese sind aber so nicht notiert. Früher auf meiner alten Harmonika dreireihigen (G-C-F) hat es gestimmt. Auf der vierten Reihe spiele ich noch gar nicht.  Woran kann das Problem liegen?

Ich vermute, dass die Knopfbelegung ihrer neueren Harmonika von ihrem gewohnten System abweicht. Prüfen Sie zunächst, mit welcher Knopfbelegung ihre Harmonika ausgerüstet ist und worin genau der Unterschied zu ihrer alten Harmonika besteht. Dies können Sie z.B. mit Hilfe eines einfachen Stimmgerätes (oder Stimm-App auf dem Handy) auf Druck und Zug jedes Tones prüfen und aufschreiben. Ihre Aufzeichnung vergleichen Sie mit den gängigen Knopfbelegungen. Diese finden Sie unter:
http://www.hyperbox.org/jpascher/privat/chord-displ/index.htm

Nachtrag: Der Harmonikaspieler hatte früher eine andere dreireihige Harmonika und kaufte sich von Privat eine gebrauchte Vierreihige. Diese ist mit einer anderen Knopfbelegung ausgerüstet, als der Spieler gewohnt war. 

Wichtig: Beim Kauf von Harmonikas soll man sich immer vergewissern, mit welcher Knopfbelegung das Instrument ausgerüstet ist! 


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