Blog — Steirische Harmonika

19. Angaben von Schwierigkeitsstufen in Musikstücken

Geposted von Carl Hartmuth am

19. Angaben von Schwierigkeitsstufen in Musikstücken

Bei unseren Stücken werden wie von vielen anderen Autoren und Verlagen auch Schwierigkeitsstufen angegeben. Ein Grund dafür ist, dass so ein Spieler erkennen kann, ob ein Stück zu seinem Level passt. In der Branche werden bis zu 10 Stufen verwendet. Für Laienmusiker sind die Unterschiede bei so vielen Stufen jedoch schwer zu erkennen. Ich habe mich daher auf 5 Stufen beschränkt, die sich auf Laienmusiker beziehen und von solchen auch zugeordnet werden können. 1 = Anfängerstufe (einfache Lieder mit bis 4 Knöpfen auf gleicher Tonreihe und  einfacher Begleitung)  2 = Unterstufe (spielt Melodien mit Tonleiterumfang auf bis 3 Tonreihen und 4/4-...

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18. Wie finde ich das richtige Spieltempo?

Geposted von Carl Hartmuth am

18. Wie finde ich das richtige Spieltempo?

Musikern stellen sich oft die Frage, "wie schnell spielt man ein Stück". Auch im Unterricht werde ich oft danach gefragt. Seltsamerweise fragte noch niemand nach der Langsamkeit. Dies ist dem aktuellen Zeitgeist geschuldet, der geschwindigkeits- bzw. eilebetont ist. Hier finden Sie 10 Regeln, die Ihnen helfen sollen, Ihr Spieltempo zu finden.   1. Bestimmte Tempo-Vorgaben gibt es nur im Rahmen einer Programmmusik, wo die Musik eine unterstützende, begleitende Rolle ausübt und nicht im Mittelpunkt des Geschehens steht.. Dies ist z.B. in der Tanzmusik der Fall. Im Tanzsport (Standard- und Lateintänze) oder auch für Volkstänze gibt es hierzu exakte Tempovorgaben, an die sich...

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11. Wie finde ich einen geeigneten Griff- bzw. Fingersatz?

Geposted von Carl Hartmuth am

11. Wie finde ich einen geeigneten Griff- bzw. Fingersatz?

Leserfragen: a) Bei manchen Ihrer Stücke schreiben Sie Griffsätze dazu, bei anderen nicht. Hat dies einen bestimmten Grund? b) Gibt es eine Methode, wie ich einen Griffsatz bilden kann? zu a) Ja, das hat einen bestimmten Grund. Ich schreibe in meinen veröffentlichten Stücken Griffsätze nur an schwierigen Stellen hinzu, um eine Hilfe zu bieten - wie man diese Stellen spielen könnte. Griffsätze, auch Fingersätze genannt können aber immer nur Vorschläge sein, und sind an die Spielweise sowie das Knopfbelegungssystem der Harmonika gebunden. So spielen bestimmte Musiker mit fünf, andere mit vier Fingern, und wieder andere mit einer Mischform aus beiden Möglichkeiten....

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10. Welches ist das beste Knopfbelegungssystem?

Geposted von Carl Hartmuth am

10. Welches ist das beste Knopfbelegungssystem?

Die kurze Antwort auf die Titelfrage lautet: Keine von den bestehenden Möglichkeiten! Diskussionen nach dem „besten“ Knopfbelegungssystem für Steirische Harmonikas halten seit langer Zeit an. Mich erreichen wiederholt Fragen, welches System das beste wäre und wie man sich orientieren kann.  Ein Grundproblem ist, dass diese Knopf- oder auch Tastenbelegungssysteme genannt, nie einheitlich genormt bzw. festgelegt wurden. So wie das zum Beispiel bei der Klavier- Akkordeon- oder Orgeltastatur der Fall ist. Daher gibt es aus der Historie und regional teils von Tal zu Tal in den Alpenregionen unterschiedliche Ausführungen bei den Knopfbelegungen. Hinzu kommen persönliche oder herstellerspezifische Modifikationen  Hier eine Auswahl verschiedener...

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09. Hintergründe der enharmonischen Verwechslung

Geposted von Carl Hartmuth am

09. Hintergründe der enharmonischen Verwechslung

Oft erreicht mich die Frage, was unter einer enharmonischen Verwechslung verstanden wird, und warum zum Beispiel für den Ton Ges/Fis zwei Bezeichnungen existieren, obwohl der Spielknopf auf der Harmonika ein und derselbe ist. Nachstehende Erläuterung dient zum Verständnis der Begriffes "enharmonische Verwechslung" und woher es kommt, dass einige Töne zwei verschiedene Bezeichnungen  haben können.   Geschichtlicher Hintergrund: In der Zeit der „reinen, naturbezogenen Stimmung“ bis etwa J.S. Bach waren z.B. Fis-Dur und Ges-Dur zwei verschiedene Tonarten bzw. zwei verschiedene Grundtöne. Damit Musikwerke in allen Tonarten spielbar wurden, wurden die Stimmungen um 1700 angeglichen, bzw. temperiert. Denn in der natürlichen Stimmung ist eine Komposition nur in seiner...

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